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Zurück im Alltag: Warum die Unzufriedenheit anderer nicht mehr dein Problem ist

vor 12 Minuten
2 Min. Lesezeit

Vielleicht kennst du das: Du kommst aus einem erholsamen Urlaub oder einem freien Wochenende zurück, hast im Kreis der Familie ein paar Dinge geklärt, fühlst dich innerhalb deiner eigenen vier Wände endlich wieder richtig sortiert - und dann wartet da draußen schon wieder das ganz normale Alltagsgetriebe. Das Büro, die Routinen, das gewohnte Umfeld.


Oft schlägt uns dann sofort eine vertraute Energie entgegen: Die chronische Unzufriedenheit der Kollegin, des Kollegen, das Jammern im Umfeld oder die Erwartungshaltung von Menschen, die uns am liebsten genau in der Rolle sehen würden, die wir eigentlich gerade hinter uns gelassen haben.

Früher haben wir in solchen Momenten oft sofort den emotionalen Haken geschluckt. Wir haben uns den Schuh der anderen angezogen, haben versucht zu schlichten, uns zu rechtfertigen oder die Stimmung für andere zu retten. Wir haben uns emotional für das Wohlbefinden unseres Umfelds verbogen.


Doch wenn du dich innerlich einmal echt aufgeräumt hast, passiert beim Wiedereinstieg in den Alltag etwas völlig Neues: Die emotionalen Haken der anderen greifen nicht mehr.


Wenn die chronische Unzufriedenheit im Außen aufschlägt, läuft sie ab jetzt einfach ins Leere. Du merkst plötzlich mit einer ganz nüchternen Klarheit: Das, was der andere da gerade an Frust oder Schlechtwetter-Laune auskippt, gehört zu einhundert Prozent ihm selbst. Es hat nichts mit dir zu tun. Du musst es nicht reparieren, du musst dich nicht dafür entschuldigen und du musst nicht mit in den Keller gehen. Du kannst die Unzufriedenheit einfach da stehen lassen, wo sie hingehört - beim Gegenüber.


Echten Freiraum im Alltag schaffen wir nicht, indem wir versuchen, die Menschen um uns herum zu verändern oder das ganze System umzukrempeln. Wir schaffen ihn, indem wir aufhören, bei den alten Spielchen mitzuspielen.


Wenn wir aufhören, uns für die Befindlichkeiten anderer verantwortlich zu fühlen, passiert im Außen etwas Erstaunliches: Das Leben fängt an, verdammt gut für uns zu laufen. Die Dinge organisieren sich fast von selbst, die Aufgaben verteilen sich natürlicher und wir behalten unsere Energie für uns.


Wenn du wieder zur Arbeit zurückkehrst oder das System hochfährst, nimm diesen nüchternen Blick mit. Lass die Baustellen der anderen bei den anderen. Bleib ganz unaufgeregt bei dir, mach deinen Job und genieß das Gefühl, endlich emotional unabhängig zu sein.


Alles Liebe


Sandra

 
 
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